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Die Südschiene I



Erdgas-Hochdruckleitung Semmering –Bruck/Oberaich
südschiene:  (© )

Fakten Südschiene

• Verstärkung des innerösterreichischen Erdgasleitungssystems durch den Bau einer neuen Erdgasleitung beginnend von Baumgarten (nordöstliches Niederösterreich) bis in die Verbrauchszenteren des Mur- und Mürztales

•  Leitungslänge rund 200 Kilometer, davon alleine 64 Kilometer im Mur- und Mürztal

• Durchmesser DN 800 mm, zulässiger max. Betriebsdruck 70 bar

•  Investitionsvolumen rund 90 Mio. Euro in der Steiermark

Baubeginn Abschnitt 1: Juni 2009
Inbetriebnahme: 3. Quartal 2010

Informationsbroschüre Südschiene


Einige Eindrücke von der Baustelle



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Das Projekt


Mit einem Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Euro ist die sogenannte „Südschiene I“ das größte Hochdruckleitungsprojekt in der Geschichte der steirischen Gasversorgung. Da die Erdgasleitung im Mürztal bereits 50 Jahre alt ist, liegen die Gründe zur Realisierung dieses Projekts erstens in der Beseitigung von inzwischen auftretenden Kapazitätsengpässen im Mürztal sowie im südlichen Niederösterreich, im Burgenland und in Kärnten. Zweitens prognostizieren einige industrielle Abnehmer einen steigenden Gasbedarf in den kommenden Jahren und drittens müssen auch für die Versorgung von Großprojekten in der Steiermark zusätzliche Leitungskapazitäten geschaffen werden.

Da Erdgas ein leitungsgebundener Energieträger ist, entfallen bei seinem Transport Abgas- und Lärmbelastungen durch LKWs und auch das Verkehrsnetz wird geschont. Nach Abschluss aller Bauarbeiten beseitigt die Natur alle sichtbaren Spuren und die Umwelt kann aufatmen.


Der Ablauf bei der Errichtung einer Erdgashochdruckleitung


• Vermessung, geologische und hydrologische Untersuchungen
• Verständigung der betroffenen Grundstückseigentümer
• Arbeitsstreifen in der freien Flur 24 Meter, im Wald 19 Meter Breite
• Abtragung und getrennte Lagerung von Humus (Mutterboden)
• Rohrausfuhr auf der Trasse (Rohrdurchmesser 800 mm) und Verschweißen zu einem Rohrstrang
• Aushub des Rohrgrabens (Künette), getrennte Lagerung vom Humus
• Absenkung des verschweißten Rohrstranges
• Herstellung der Verbindungen zwischen den abgesenkten Rohrsträngen (Straßen- Wegquerung, Dükerungen etc.)
• Einmessung der Leitung zur Dokumentation des exakten Leitungsverlaufes
• Verfüllung des Rohrgrabens
• Rekultivierung der Oberfläche (Tiefenlockerung des Bodens, Drainagierung, Aufbringen des Humus)
• Durchführung der Druckprobe
• Inbetriebnahme

Nach etwa 2 Jahren kann man den Leitungsverlauf lediglich aufgrund der gelben Marker ersehen

Wichtige Fragen und Antworten


I. Allgemeine Fragen

Gibt es durch den Bau einer Erdgashochdruckleitung Auswirkungen auf die Vegetation?
Die landwirtschaftliche Nutzung ist zu 100% nach Beendigung der Bauarbeiten wieder möglich, Waldgebiete werden bis auf 4 Meter Breite wieder aufgeforstet.

Gibt es durch den Bau einer Erdgashochdruckleitung eine dauerhafte Störung im Wasserhaushalt des Bodens (Stichwort „Biotope“)?
Nach Erfassung eventueller Gefährdungsbereiche werden gemeinsam mit Fachleuten bereits in der Planungsphase entsprechende Maßnahmen zum Schutz des Wasserhaushaltes entwickelt. Vor und während des Baus findet eine wassertechnische Beweissicherung statt darüber hinaus wird eine wasserbauliche und ökologische Bauaufsicht behördlich beigestellt.

Gibt es Projekte zur Biogaseinspeisung in das Netz der Gasnetz Steiermark?
Ja, wenn Biogas auf Erdgasqualität aufbereitet wird, ist die Einspeisung in das Erdgasnetz möglich und sinnvoll. Dazu laufen bereits mehrere Projekte im Konzern der Energie Steiermark, auch gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer.

Nach welchen Verfahren wird der Bau einer Erdgashochdruckleitung abgewickelt?
Zuerst wird in einem Feststellungsverfahren wird geprüft, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig ist. Das weitere Planungsverfahren wird durch das Gaswirtschaftsgesetz (GWG) geregelt. Zahlreiche weitere Verfahren werden bilateral mit Asfinag, ÖBB, etc. abgewickelt.


II. Fragen zum Bau

Warum ist eine Arbeitsstreifenbreite von bis zu 24 Meter erforderlich?
Diese ist notwendig um Material und Baugeräte im Interesse eines zügigen Baufortschrittes effizient bewegen zu können. Außerdem wird die getrennte Lagerung von Mutterboden und Aushub ermöglicht. In Waldgebieten beträgt die Arbeitsstreifenbreite 19 Meter.

Warum wird die Erdgasleitung nicht unter bzw. direkt neben die Autobahn/Bundesschnellstraße oder die Hochspannungsleitung verlegt?
Die Leitung soll jederzeit zugänglich sein, ohne dass vorher Genehmigungen eingeholt werden müssen. Autobahnen, Schnellstraßen und Bundesstrassen weisen darüber hinaus eigene Baubeschränkungszonen  aus, die zu beachten sind. Bei Hochspannungsleitungen erfolgt bei Kreuzungen die Verlegung direkt unter der Leitung, bei längeren Parallelführungen wird in der Regel das Servitut der Freileitung mitgenutzt.

Ist eine spätere Querung von Wasserleitungen und Wegen noch möglich?
Nach vorheriger Absprache und technischer Abstimmung mit der Gasnetz Steiermark ist eine Querung der Gasleitung mit Wasserleitungen und sonstigen Infrastrukturbauten möglich. Die erforderlichen Mindestabstände sind in der ÖNORM B 2533 bzw. in der ÖVGW Richtlinie G 152/2 festgelegt.

Ist ein Forstwegebau nachträglich noch möglich?
Infrastrukturerweiterungen werden langfristig berücksichtigt. Der jeweilige Flächenwidmungsplan wird in die Planung miteinbezogen. Ein Forstwegebau kann nachträglich nach Erfüllung von Auflagenpunkten der Behörde und der Gasnetz Steiermark gebaut werden.

• Wie werden Gewässerquerungen ausgeführt?
Gewässerquerungen unterliegen behördlichen Genehmigungsverfahren. Im Zuge dieses Verfahrens werden die Fischereiberechtigten und andere Beteilige angehört, In der Regel erteilt die Behörde die Genehmigungen mit entsprechenden Auflagen, die sich sowohl auf die Trübungstage der Gewässer wie auch auf die Wiederherstellung der Bachsohlen und der Uferbereiche beziehen.

• Kann es durch den Leitungsbau zu Hangrutschungen kommen?
Das Gefährdungspotential wird bereits im Vorfeld durch entsprechende Bodenuntersuchungen ermittelt. Bei Notwendigkeit werden Maßnahmen ergriffen (Erosionsriegel, Entwässerungsmaßnahmen), die den Hang stabilisieren.

• Sind Leckagen in der Leitung zu befürchten?
Nein, die Leitung erhält  einen aktiven und passiven Korrosionsschutz. Dadurch wird Korrosion insgesamt ausgeschlossen. Beschädigungen sind nur durch äußere Einwirkungen (Bagger, Drainagepflug) möglich. Die Rohrnetzüberwachung der Gasnetz Steiermark überwacht darüber hinaus permanent den Zustand der Anlagen.

• Kann man Anschlüsse an einer in Betrieb befindlichen Hochdruckleitung herstellen?
Grundsätzlich ja. Einzelne Hausversorgungen sind möglicherweise unwirtschaftlich. Im Einzelfall wird eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt.

• Ist im Zuge von Wartung und Instandhaltung mit weiteren Baumaßnahmen zu rechnen?
Nein. In gesetzlich vorgegebenen Intervallen ist die Leitung zu überprüfen (z.B.: Bewuchsfreihaltung).

• Verursacht eine Gasleitung Lärm?
Nein. Bei Mess- und Regelstationen kann es zu Strömungsgeräuschen kommen, die aber durch entsprechende Schallschutzmaßnahmen eliminiert werden.


Die Südschiene gibt Gas! Wann wird wo gebaut?


südschiene:  (© )bauzeitplan_end:  (© )
 
Das Projekt: Die Südschiene I

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